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Fleischgerichte

Bon appétit: Boeuf Bourguignon á la Julia Childs

Eine weitere Folge in der Reihe „Ich liebe die französische Küche“! Dieses Gericht wollte ich sofort ausprobieren, als ich den Film „Julie & Julia“ gesehen habe. Für die Foodlover unter euch: unbedingt ansehen, ihr bekommt sofort Lust, etwas Leckeres zu kochen. Oder zumindest zu essen. Jedenfalls war Boeuf Bourguignon für mich schon immer der Inbegriff der französischen Küche. Mir fällt auf Anhieb kein Gericht ein, das französischer ist, als dieses.

Rindfleisch, das stundenlang in Rotwein vor sich hin köchelt, mit Zwiebeln und Karotten verfeinert. Frisch aus dem Ofen, mit knusprigem Baguette und Rotwein – ja, nochmal – genossen, ist das das ultimative Seelenfutter. Tut gut, egal zu welcher Tageszeit, welchem Wetter oder in welchem Seelenzustand man es zu sich nimmt. Es geht einem danach schlagartig besser.

Und damit das Ganze so authentisch wie möglich wird, habe ich mir extra das Originalkochbuch von Julia Childs bestellt, der Kochheldin einer ganzen Nation (was tut man nicht alles). Wenn ihr euch also an das Rezept haltet, kann eigentlich nichts schiefgehen. Falls ihr das für Gäste zubereiten wollt, könnt ihr das Fleisch bereits am Vortag vorkochen und dann nur noch aufwärmen – was es nochmal besser macht. Als Beilage könnt ihr Salzkartoffeln, Reis oder Spätzle dazu servieren. Und natürlich viel guten, eher leichteren Rotwein! 🙂

Was das Fleisch betrifft: je besser die Qualität, um besser natürlich auch das Ergebnis! Ideal wäre Steakfleisch, vorzugsweise Rumpsteak oder aus der Schulter. Aus Kostengründen habe ich allerdings Gulaschfleisch verwendet und gut zugeputzt – funktioniert genauso gut! Schmoren lassen könnt ihr das Gericht sowohl auf dem Herd, als auch im Ofen. Da sich die Hitze im Ofen allerdings gleichmäßiger verteilt, sollte diese Zubereitungsart bevorzugt werden.

Boeuf Bourguignon

nach einem Rezept von Julia Childs

Serves: für 6 Personen
Cooking Time: ca. 4 Stunden

Ingredients

  • 170 g Bauchspeck, im Ganzen
  • 1,5 kg Rindfleisch (vorzugsweise Steakfleisch)
  • 1 Karotte
  • 1 Zwiebel
  • 30 g Mehl
  • 600 ml Rotwein (zB Chianti)
  • ca. 450 ml gute Rinderbrühe (keine Würfel, sondern - wenn nicht selbstgemacht - gekauften Rinderfonds)
  • 500 g Champignons
  • 10-12 kleine Schalotten
  • etwas Olivenöl
  • 1 TL Salz
  • 1/4 TL frisch gemahlener Pfeffer
  • 1 EL Tomatenmark
  • 2 Knoblauchzehen, geschält und gepresst
  • 1 TL Thymian
  • 1 Lorbeerblatt

Instructions

1

Den Speck von der Rinde befreien und in ca. 1/2 cm breite Streifen schneiden. Sowohl die Rinde, als auch die geschnittenen Speckstreifen in etwas Wasser einlegen und 10 Minuten ziehen lassen. Abtropfen lassen und mit einem Küchentuch sanft trockentupfen.

2

Den Ofen auf 230°C vorheizen.

3

Die Karotte schälen und in Scheiben schneiden. Die Zwiebel ebenfalls schälen und fein hacken.

4

Das Fleisch in ca. 3 cm große Stücke schneiden und mit einem Küchentuch einzeln gut abtrocknen. Das ist besonders wichtig, da das Fleisch ansonsten nicht braun wird!

5

In einem ofenfesten, tiefen Topf 2-3 EL Öl erhitzen. Bei mittlerer Hitze die Speckstreifen für 2-3 Minuten leicht anbräunen und anschließend aus der Pfanne heben. Beiseite stellen.

6

Hitze erhöhen und wenn das Öl richtig heiß ist, die Fleischstücke portionsweise von allen Seiten gut anbräunen. Aus dem Topf heben und mit dem Speck beiseite stellen.

7

In der noch heißen Pfanne die Karotte und die Zwiebelstücke anschwitzen, bis alles leicht goldbraun ist.

8

Fleisch und Speck wieder hinzufügen. Mit dem Mehl gleichmäßig bestreuen und mit einem Kochlöffel gut durchrühren, sodaß möglichst alle Fleischstücke mit Mehl überzogen sind. Den Topf im Ofen auf mittlerer Schiene platzieren und für 4 Minuten braten. Aus dem Ofen nehmen, wieder gut durchrühren, zurück in den Ofen tun und erneut 4 Minuten braten - das garantiert eine schöne gleichmäßige Kruste auf dem Fleisch. Danach den Topf aus dem Ofen rausnehmen.

9

Die Ofenwärme auf 160°C einstellen.

10

Jetzt können die restlichen Zutaten für die Sauce hinzugefügt werden: den Wein, die Rinderbrühe, Tomatenmark, die gepressten Knoblauchzehen, die Thymianblätter, das Lorbeerblatt und die Speckrinde in den Topf tun und gut umrühren.

11

Im Ofen auf mittlerer Schiene für 3-4 Stunden schmoren lassen. Das Fleisch ist dann fertig, wenn es sich leicht mit einer Gabel zerteilen lässt.

12

In der Zwischenzeit die Schalotten und die Champignons vorbereiten. Die Schalotten putzen und die größeren in zwei Hälften schneiden. In einer größeren Pfanne mit etwas Butter und Öl auf mittlerer Hitze für etwa 10 Minuten anbräunen, bis alle möglichst gleichmäßig goldbraun sind. Aus der Pfanne heben und beiseite stellen.

13

Für die Champignons diese schälen, putzen und die größeren in Stücke schneiden. In der gleichen Pfanne Butter und Öl erhitzen und wenn die Pfanne richtig heiß ist, die Champignons hinzufügen. Für 4-5 Minuten die Pfanne immer wieder schütteln, damit sich das Gemüse schön gleichmäßig verteilen kann. Das Fett wird von den Pilzen zunächst aufgesaugt und nach 2-3 Minuten beginnen sie dann zu bräunen. Sobald sie leicht goldbraun sind, aus der Pfanne heben und ebenfalls beiseite stellen.

14

Sobald das Fleisch fertig ist, aus dem Ofen holen. Die Speckrinde und das Lorbeerblatt aus dem Topf entfernen und das Gemüse hinzufügen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Wenn die Sauce zu dickflüssig ist, mit etwas Brühe verdünnen; falls zu dünnflüssig, mit etwas Mehl oder Stärke binden.

15

Alles zusammen nochmal sanft erhitzen und mit Petersilie bestreut servieren. Bon Appétit!

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4 Comments

  • Reply
    Daniela Terenzi
    Juli 3, 2018 at 7:26 am

    Wow, was für ein tolles, ansprechendes Foto! ich habe sofort Lust bekommen, das Rezept auszuprobieren. Merci für die Inspiration! LG Daniela

    • Reply
      Patricia
      Juli 4, 2018 at 9:06 pm

      Sehr, sehr gerne! LG Patricia

  • Reply
    Alessandra
    Juli 13, 2018 at 10:31 pm

    Liebe Patrizia, bei dem Foto bekomme ich sofort Hunger 🙂 !
    LG aus Wien, Alessandra

    • Reply
      Patricia
      Juli 13, 2018 at 10:32 pm

      Vielen Dank, liebe Alessandra! 🙂 GLG

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