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12 Wege, wie ihr im Haushalt effektiv Geld sparen könnt

Wege, wie ihr im Haushalt Geld sparen könnt - lounge20.com

Es gibt ein Thema, das bei sehr vielen Leuten – egal ob Single oder Familienmensch – unangenehm behaftet ist: Finanzen. Auf der Beliebtheitsskala rangiert das ähnlich weit unten wie Garage aufräumen, Keller ausmisten oder Zahnarztbesuch. Im Laufe der letzten Jahre habe ich die Erfahrung gemacht, dass dieses Unwohlsein dem Thema gegenüber eine Ursache hat: die Angst, sich mit diesem Thema auseinanderzusetzen.

„Man braucht nichts im Leben zu fürchten, man muss nur alles verstehen.“

Marie Curie

Diese Angst ist allerdings komplett unbegründet. Im Gegenteil: es ist absolut notwendig, dass du dich – egal ob berufstätig oder nicht – über deine persönlichen und die Familienfinanzen im Detail auskennst. Nur wenn du weißt, wo ihr finanziell steht, kannst du steuernd eingreifen, falls notwendig. Zusätzlich kommt auch dazu, dass sich die finanzielle Situation einer Familie im Laufe der Zeit immer wieder ändert. Kinder werden geboren, Umzug steht an, ein Verdienst fällt temporär weg, Stellenwechsel ist notwendig – all diese Faktoren beeinflussen das Familienbudget erheblich.

In den meisten Fällen ist es doch so: insbesondere mit Familie ist am Ende des Geldes noch ziemlich viel Monat übrig (falls bei dir nicht: wie zum Geier machst du das nur??). Generell gibt es nun zwei Möglichkeiten, eure Finanzen zu verbessern: entweder du verdienst mehr Geld, oder gibst weniger aus (am besten beides). Da wir auf Ersteres nicht immer unmittelbaren Einfluß haben, ist es besser, mit der zweiten Option zu starten. Das bedeutet: Sparen!

Da uns das Thema seit der Geburt unseres Jüngsten ebenfalls beschäftigt hat, habe ich mir gedacht, ich mache eine kleine Serie dazu. Ich teile mit euch gerne meine Tipps und Wege, wie wir im Alltag oder in besonderen Situationen Geld sparen, damit am Monatsende mehr übrigbleibt. Schon durch ein paar kluge Veränderungen lässt sich Einiges sparen – sowohl an Geld, als auch an Energie. Los geht es also mit Sparen im Haushalt!

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Tipps, wie ihr im Haushalt effektiv Geld und Energie sparen könnt

1. Überblick über die eigenen Haushaltskosten verschaffen

Das Naheliegendste zuerst: verschafft euch zuerst den Überblick über eure Ausgaben und macht eine detaillierte Liste. Wie hoch sind eure Fixkosten, wie Miete, Rückzahlungen für Darlehen, Versicherungen, Kinderbetreuung, Kosten für Strom, Wasser und Müll? Wie hoch sind die variablen Kosten, wie Handyrechnung, Einkäufe, Fitness und Hobbies? Mach dir wirklich die Mühe, logge dich in dein Bankkonto ein, schaue dir deine Abbuchungen Zeile für Zeile an und notiere sie.

Nur wenn du einen vollständigen Überblick über eure Finanzen hast, kannst du effektiv mit Sparen beginnen.

2. Eure Ausgaben genau überprüfen

Nachdem die komplette Liste mit euren Ausgaben vor dir liegt, kannst du auf jeden einzelnen einen kritischen Blick werfen – hierin liegt nämlich das große Sparpotenzial!

Erstens: unnötige Ausgaben ganz eliminieren – Zeitungsabos, Onlineabos, irgendwelche Premium-Versionen von Software, etc.

Zweitens: prüfen, ob es billigere Alternativen gibt (zB Strom, Gas, Telefon) oder ob man die Ausgaben senken kann (bei Benzin, Lebensmittel, Unterhaltung).

3. Strom & Gasanbieter prüfen

Vielleicht überraschend für einige, aber: Strom macht nur 20% des Energieverbrauches im Haushalt aus – größere Teile sind Wärme, Wasser und Kosten für Fahrzeuge. Auf den Portalen durchblicker.at oder e-control.at könnt ihr verschiedene Strom- und Gasanbieter miteinander vergleichen und die günstigsten Angebote für euren Wohnort finden. Der Vergleich lohnt sich wirklich: bei unserem 5-Personen Haushalt sind pro Jahr bis zu ca. 250 EUR Einsparmöglichkeit drin!

4. Wärme und Heizen

Auch wenn ich selbst es eher kuschelig mag – beim Heizen könnt ihr viel sparen!

Sehr oft ist es in Wohnräumen viel zu warm. Senkt die Raumtemperaturen generell auf etwa 22-23° C ab, das kommt auch der Luftfeuchtigkeit und damit auch eurer Gesundheit zu Gute.

Mit Hilfe von Thermostaten könnt ihr die Temperatur für die Nacht und für Zeiten, wo niemand daheim ist, gut regeln. Eine leere Wohnung braucht nicht voll geheizt werden!

Richtiges Lüften ist das A und O. Lasst vor allem im Winter keine Fenster gekippt, sondern öffnet die Fenster richtig und macht sie nach ein paar Minuten wieder zu. Stoßlüften verbraucht wesentlich weniger Energie und Kosten, als permanentes Kippen.

Verstellt die Heizkörper nicht mit Möbeln oder schweren Vorhängen, damit die Wärme gut durch die Räume strömen kann. Gleiches gilt übrigens für Teppiche bei Bodenheizung.

5. Standby-Modus von Geräten vermeiden

Natürlich ist es mühsam, Elektrogeräte, wie Fernseher, Receiver, DVD-Player, etc. einzeln auszustecken. Allerdings verbrauchen all diese Geräte im Standby-Modus unnötig Blindstrom. Selbst der vergessene Ladekabel verbraucht unnötig Energie. Lösung: mit einer ausschaltbaren Steckdosenleiste lässt sich nicht nur das Kabelwirrwarr, sondern auch der Verbrauch ganz einfach kontrollieren.

6. Versicherungen prüfen

Genau so, wie du deinen Stromanbieter vergleichst, kannst du das für deine Versicherungen tun. Gute Seiten sind durchblicker.at, vergleich24.at und versicherungen.at (für Österreich – für Deutschland oder Schweiz sind eventuell andere Quellen besser). Hier musst du allerdings auch natürlich den Inhalt deiner Verträge genauer kennen. Ansonsten könnte es sein, dass Wichtiges unter den Tisch fällt.

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7. Festnetz & Mobilvertrag wechseln

Ich kontrolliere jährlich unsere Handyverträge und Tarife. Einerseits, weil es durchaus sein kann, dass aufgrund der Treueprogramme ein neues Handy winkt, andererseits, weil es zwischenzeitlich garantiert günstigere Tarife gibt, die ich nutzen kann. Da wir mehrere Handyverträge haben, kann das doch einen finanziellen Unterschied machen. Gleiches gilt für Festnetztelefone.

Vergleiche auch verschiedene Anbieter untereinander. Selbst wenn du dann nicht wechselst, kann es gut sein, dass du im Falle einer Kündigung einen besseren Tarif angeboten bekommst 😉

8. Reparieren statt Wegwerfen

Mittlerweile gibt es unzählige Youtube-Videos mit den verschiedensten Anleitungen – manche besser, manche schlechter. Kleine Fehlerbehebungen bei Geräten oder DIY-Tipps fürs Zuhause lassen sich auf diese Art super umsetzen. Vielleicht findet ihr sogar Spaß daran oder sie inspirieren euch, andere Projekte daheim anzugehen!

9. LED-Lampen verwenden

Alten energiesaugende Glühbirnen mit LED-Leuchten ersetzen. Ich gebe zu, dass ich mit den Energiesparbirnen vom Möbelschweden überhaupt nicht klargekommen bin. Ich liebe Licht und die Dinger brauchen erstmal eine halbe Stunde, bis sie überhaupt mal halbwegs hell werden. Selbst dann bleibt es so schummerig. Es gibt jedoch mittlerweile wirklich gute LEDs, die sehr gutes, warmes Licht spenden. Die Investition lohnt sich hier auf jeden Fall.

10. Geld und Energie sparen in der Küche

Folgende Punkte setze ich seit einiger Zeit konsequent in der Küche um:

Die Temperaturen im Kühlschrank und in der Tiefkühltruhe habe ich ein wenig erhöht (-18° C für Tiefkühltruhe, 8° C für Kühlschrank). Grundsätzlich sollte auch der Abstand zur nächsten Wärmequelle, wie Backofen oder Herd mind. 30 cm betragen.

Ich schalte den Geschirrspüler (genauso wie die Waschmaschine oder den Trockner) nur dann ein, wenn er komplett voll ist und nutze den Energiesparmodus.

Ich habe mir angewöhnt, die Geräte regelmäßig zu reinigen (1mal im Monat), die Tiefkühltruhe abzutauen (wäre wieder mal fällig…), Kaffeemaschine und Wasserkocher zu entkalken (alle zwei Wochen).

Und wir haben uns eine Sodastream zugelegt – das erspart nicht nur das Schleppen von Mineralwasser, sondern auch irrsinnig viel Plastikmüll!

11. Geld und Energie sparen beim Kochen

Immer den Deckel auf den Topf beim Kochen. Versucht auch, die Resthitze von Herd bzw. Ofen zu nutzen. Ich mache beispielsweise den Ofen immer fünf Minuten vor der angegebenen Backzeit aus. Die Resthitze genügt absolut, das Gericht fertigzubacken.

Immer wenn möglich, verwende ich Kleingeräte zum Kochen: Wasserkocher statt Herd, Handmixer statt Kitchenaid.

12. Geld und Energie sparen im Badezimmer

Seit ein paar Wochen halbiere ich die Menge an Waschmittel und Weichspüler beim Waschen. Ich habe bis jetzt keine Waschqualität eingebüßt, es wird alles genauso gut sauber. Und das heißt bei einem aktiven Zweijährigen Einiges!! Was ich als Nächstes probieren möchte: Waschmittel selbst herstellen und statt Weichspüler ätherische Öle – ich werde berichten, wie es funktioniert hat!

Die Wäsche bei 40°C zu waschen, genügt vollkommen.

Alte verwaschene Sachen kann man mit Textilfarbe sehr gut einfärben. Am besten geht das natürlich bei hellen Stoffen. Auf diese Weise bin ich schon zu sehr schönen Handtüchern, Bettwäsche, Hemden und Shirts gekommen, die aussehen, wie neu.

So gerne ich auch stundenlang in der Badewanne sitze; ich gönne mir das mittlerweile ganz bewusst, aber nicht jeden Tag. Auch nicht jeden zweiten. Zugegeben, ist auch eine Zeitfrage, aber ich kann eine kurze heiß-kalte Wechseldusche mittlerweile besser genießen, als die Wanne. Spart viel Wasser und kommt dadurch auch der Umwelt zugute.

Ihr habt sicher noch viel mehr wunderbare Tipps fürs Sparen im Haushalt! Mich würde wirklich sehr interessieren, wie ihr das handhabt und woran ich noch nicht gedacht habe – bin immer dankbar für Tipps und Hilfe in diesem Bereich! Also, lasst hören, ich bin gespannt 🙂

Im nächsten Teil erzähle ich euch dann, wie ich beim Einkaufen spare!

Titelbild by rawpixel on Unsplash
Bild 1 by Daiga Ellaby on Unsplash
Bild 2 by Jonny Caspari on Unsplash

 

 

 

 

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