Süßes

Germknödel mit Vanillesauce

Bevor ich mich samt Familie und Freunden in ein wohlverdientes Skiwochenende verabschiede, wollte ich euch etwas Süßes für euer Wochenende da lassen. Mit diesem Gericht geht es meinen Töchtern und mir regelmässig wie mit einem McDonalds-Besuch (also theoretisch. Praktisch würde ich als verantwortungsvolle Mutter, die auf die Ernährung ihres Nachwuchses besonders achtet, natürlich NIEMALS dort hingehen und die Schlange dort blockieren, weil ich mich nicht entscheiden kann, ob ich Royal TS oder Big Mac nehmen soll….). Das läuft jedes Mal nach dem gleichen Schema ab:

1. Man bekommt spontan wahnsinnigen Heißhunger darauf.

2. Man lässt alles stehen und liegen und überfrisst sich daran maßlos.

3. Man schwört, dass man das NIE, NIE wieder macht.

4. Wenn genug Zeit vergangen ist, beginnt man wieder bei Punkt 1.

So ging es mir letztens, als ich schon alles für ein pädagogisch wertvolles Mittagessen in der Küche liegen hatte und beim schnellen Durchblättern einer Kochzeitschrift (Teufelszeug!) auf das Bild eines perfekten Germknödels stiess: förmlich ertränkt in Vanillesauce, bestäubt mit gemahlenem Mohn und Puderzucker…ich musste es auf der Stelle haben. Ich räumte also Gemüse und Fisch wieder weg, stopfte das protestierende Baby (denn was weiss er schon, wo er doch nur Muttermilch zu sich nimmt) in den Schneeanzug und Kinderwagen, und stapfte durch den Schnee nochmal los, um Powidl und Mohn zu holen.

Das Schöne an diesem Rezept ist, dass ihr die Anzahl der Knödel selber variieren könnt. Wenn ihr das wie ich macht, dann macht ihr vier WIRKLICH riesige Knödel und serviert diese als Hauptspeise – glaubt mir, ihr seid danach für eine lange, lange Zeit satt. Allerdings braucht ihr dann auch eine diplomatische Familie („Mama, die sind sehr lecker, aber so….GROSS!“) oder Gäste. Mir wurde während der Zubereitung sogar unterstellt, dass ich gar keine Germknödel, sondern Brot backe – was nur beweist, dass man das sehr wohl als anspruchsvolle Tätigkeit verkaufen und sich als Mutter des Jahres qualifizieren kann.

Alles in allem: ich würde aus dem Teig 6-8 Knödel formen, dann werden sie größentechnisch perfekt. Wichtig ist auch, sämtliche Zutaten möglichst zwei Stunden im Voraus aus dem Kühlschrank zu nehmen, damit sie die gleiche Zimmertemperatur haben – dann gelingt der Hefeteig am besten. Ich habe die Knödel übrigens im Backofen zubereitet, funktioniert einfach und problemlos. Das Rezept für die Vanillesauce habe ich euch hier schon verraten.

Germknödel

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Für:: 8 Knödel Kochzeit:: ca. 2 Stunden

Zutaten:

  • Für den Vorteig (Dampfl):
  • 50 g Mehl
  • 2 Pkg Trockenhefe
  • 6 EL Milch
  • 1/2 EL Zucker
  • Für die Knödel:
  • 500 g Mehl
  • 70 g Butter
  • 1 Eigelb
  • 250 ml Milch
  • 60 g Zucker
  • geriebene Schale einer halben Zitrone
  • Prise Salz
  • ca. 8 EL Powidl (Pflaumenmarmelade)

Zubereitung:

1

Zuerst den Vorteig ("Dampfl") vorbereiten: dazu die Milch handwarm (!) erwärmen, die Trockenhefe darin durch Rühren so gut es geht auflösen. Mit dem Mehl und dem Zucker glattrühren, mit ein wenig Mehl bestäuben und mit einem Tuch zugedeckt an einem warmen Ort (zB. im vorgeheizten Backofen bei etwa 40 °C) ca. 20 Minuten gehen lassen.

2

Währenddessen die Butter schmelzen, dann die Milch, den Zucker, Salz, Zitronenschale und das Eigelb hinzufügen und glattrühren.

3

Das Mehl in eine Rührschüssel geben. Zuerst den Vorteig, dann das Buttergemisch dazugeben und (am besten mit einer Küchenmaschine) einige Minuten gut durchkneten, bis ein glatter Teig entstanden ist.

4

Den Hefeteig in 8 Stücke teilen und Kugeln formen. Ein Backblech mit Backpapier auslegen, die Teigkugeln darauf platzieren, mit Mehl bestäuben und an einem warmen Ort für etwa eine halbe Stunde gehen lassen.

5

Nach dieser Zeit den Teig ein wenig flachdrücken und jeweils ein EL Powidl in die Mitte geben. Den Teig zusammenklappen und vorsichtig Knödel daraus formen. Wieder auf das Backblech legen, und zwar so, dass die "offene Kante" - wo die Knödel wieder verschlossen wurden - unten liegt. Mit ein bisschen Mehl bestäuben und erneut eine halbe Stunde gehen lassen.

6

Für die Zubereitung im Backofen habe ich in die unterste Schiene ein tiefes Backblech mit Wasser aufgefüllt, den Ofen bei Umluft auf ca. 180-190 °C aufgeheizt, bis richtig viel Wasserdampf entstanden ist. Dann habe ich die Knödel auf die mittlere Schiene platziert und für 20 Minuten gedämpft.

Da das Rezept auch ganz wunderbar zum Februar-Motto der lieben Ina von whatinaloves.com passt, schicke ich es auch gleich mal zu ihr rüber 🙂

Ich wünsche euch das wunderbarste Wochenende!!

Patricia

PS: ist der Blumenstrauss nicht traumschön? Macht so richtig Lust auf Frühling, Wärme und so…

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2 Comments

  • Reply
    Ina Apple
    Februar 10, 2017 at 5:26 pm

    Germknödel ist für mich einfach sooo ein klassisches Hüttn-Essen! Und ich liiebe ihn! Tolles Rezept!
    Liebe Grüße, Ina

    • Reply
      Patricia
      Februar 10, 2017 at 8:08 pm

      Liebe Ina, danke dir 🙂 stimmt, auf Skihüttn ist das auch immer mein Lieblingsessen – dicht gefolgt von Knödelsuppe! Liebe Grüße, Patricia

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