Hauptspeisen

Hühnerspieße mit Curry, selbstgemachtem Naan und Zitronenjoghurt

Ich gebe zu, manche Rezepte hier haben nicht immer einen hohen Gourmet-Faktor: allerdings eignen sie sich hervorragend für das Stopfen von hungrigen Kindermäulern (und Erwachsenen natürlich auch…) unter Extrembedingungen, wenn es schnell und einfach gehen muss (dauerschreiendes, nicht schlafendes Baby, wir erinnern uns) und machen lange satt (existenziell wichtig. Aus Gründen.). Aber wenn es nur einem/einer von euch da draussen hilft, die Frage zu beantworten „Was zum Geier soll ich heute wieder kochen?!?“, dann bin ich schon sehr happy 🙂

Ich habe mich immer schon darüber geärgert, dass es bei uns in der Gegend kein gutes Naan-Brot zum Kaufen gibt; wenn ich gewusst hätte, dass es eigentlich ganz einfach ist, selber welches zu machen, hätte ich das Suchen schon eingestellt. Es ist wirklich nichts dabei, probiert es einfach aus: man kann es vielfältig variieren, einfach pur mit ein wenig Meersalz, mit Sesam, Kräutern oder mit ein wenig Knoblauchöl bestreichen – perfekt zum Dippen zu Suppen, Ragouts, etc. und als unkompliziertes Mittagessen unter der Woche. Wenn man kleinere Portionen macht, eignet sich das auch sehr gut als Fingerfood.

Diesmal hab ich einfache Hühnerspieße mit Curry, Ingwer und Knoblauch dazu serviert; dazu gab es Paprikagemüse, die ich in der Pfanne kurz angebraten habe, und Zitronenjoghurt. Das ursprüngliche Rezept stammt ursprünglich aus diesem Buch – ich habe nur auf unsere Vorlieben Rücksicht genommen und statt Lamm- einfach Hühnerfilets verwendet.

 

Hühnerspieße mit Curry, selbstgemachtem Naan und Zitronenjoghurt

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Für:: 4 Personen Kochzeit:: 30 Minuten (+ 30 Min Ruhezeit für den Teig)

Zutaten:

  • Für das Naan-Brot:
  • 250g Mehl
  • 1 Pkg Trockengerm
  • 70g Joghurt
  • 1 TL Backpulver
  • 1 TL Zucker
  • 2 EL Olivenöl
  • Prise Salz
  • etwas Öl oder Butterschmalz zum Ausbacken
  • Für die Hühnerspieße:
  • 4 Stk Hühnerbrüste (ohne Haut)
  • 20g frischer Ingwer, klein geschnitten
  • 2 Knoblauchzehen, geschält und klein geschnitten
  • 2 EL Currypulver, mild
  • 1/2 TL Zimt
  • 1 EL Honig
  • 50 ml Rind- oder Hühnerbrühe
  • Salz, Pfeffer
  • Für den Zitronenjoghurt:
  • 250g Joghurt (3,6%)
  • 1 Bio-Zitrone (unbehandelt)
  • 1 EL Olivenöl
  • 1 TL Zucker
  • Salz

Zubereitung:

1

Zuerst den Teig für das Naan-Brot vorbereiten, da dieser ein wenig Ruhezeit benötigt: das Mehl mit dem Zucker, Salz und mit dem Backpulver vermischen. Den Trockengerm mit ca. 100ml lauwarmem Wasser vermischen und dazugiessen. Alle weiteren Zutaten dazugeben und am besten mit der Küchenmaschine zu einem glatten Teig etwa 4-5min durchkneten. Zugedeckt an einem warmen Ort für etwa 30 Minuten gehen lassen (siehe auch Anmerkungen).

2

Für die Spieße die Hühnerbrüste in etwa 3cm große Stücke schneiden und auf die Spieße ziehen. Eine Pfanne mit ein wenig Öl vorheizen, die Spiesse hineinlegen und unter Drehen auf allen Seiten kurz anbraten. Ingwer, Knoblauch, Currypulver und Zimt hinzufügen und kurz mit anrösten. Mit Salz und Pfeffer würzen.

3

Dann die Spieße mit dem Honig und der Brühe beträufeln und in der Pfanne schwenken, sodaß die Fleischstücke reichlich mit der Flüssigkeit überzogen werden. Das Fleisch aus der Pfanne nehmen und an einem warmen Ort (am besten ebenfalls im vorgeheizten Ofen) rasten lassen.

4

Für den Zitronenjoghurt die Schale der Bio-Zitrone abreiben, den Saft auspressen und mit dem Joghurt in einer Schale glattrühren. Olivenöl hinzufügen, mit Zucker und Salz würzen.

5

Aus dem Naan-Teig zunächst 4 Kugeln formen und mit den Händen zu Fladen auseinanderziehen. Wenn gewünscht, mit Sesam oder mit Kräutern bestreuen. In einer Pfanne etwas Butterschmalz oder Öl erhitzen und die Fladen bei mittlerer Hitze auf jeder Seite ca. 3 Minuten braten, bis sie goldbraun werden.

6

Die fertigen Fladen mit Spießen belegen, mit der Sauce beträufeln und mit Gemüse und Zitronenjoghurt servieren.

Anmerkung:

Damit Hefeteig gelingt, müsst ihr wirklich genau darauf achten, dass die Flüssigkeit (in dem Fall Wasser) wirklich nur lauwarm ist. Zu kaltes oder zu heißes Wasser zerstört die Hefeorganismen und der Teig geht nicht auf. Auch die Umgebungstemperatur sollte in etwa 40°C betragen - am besten den Ofen auf diese Temperatur vorheizen und den Teig zugedeckt hineinstellen.

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