Süßes

Kaiserschmarren – Ein Gericht mit Geschichte

Um die Herkunft eines der bekanntesten österreichischen Süßspeisen ranken sich ja viele Gerüchte; keiner weiß mit Sicherheit, wie der Name entstanden ist, Geschichten dazu gibt es viele. Die bekannteste Legende geht auf Kaiser Franz Josef und Kaiserin Elisabeth – auch als „Sissi“ bekannt 😉 – zurück. Es hieß, die Kaiserin sei stets sehr auf ihre Linie bedacht gewesen, der Leibkoch des Kaiserpaars hatte die Aufgabe, besonders leichte und flaumige Desserts für sie zuzubereiten. Als er ihr einmal jedoch ein Gericht aus zerrissenem Omelettenteig und Zwetschgenröster vorsetzte, protestierte die Kaiserin heftig. Ihr Mann sprang in die Bresche und nahm ihr die Portion mit den Worten „Na, geb‘ er mir halt den Schmarren her, den unser Leopold da wieder z’sammgekocht hat“ ab.

Eine andere Erzählung berichtet von einer Jagd, bei der auf einer Hütte pausiert wurde. Der Senner – auch „Kaser“ genannt – bereitete dem Kaiser besagte Süßspeise unter dem Namen „Kaserschmarren“ zu, der davon so begeistert war, dass er das Gericht in „Kaiserschmarren“ umtaufte.

So oder so handelt es sich dabei um ein sehr bekanntes Gericht der österreichischen Küche und ein sehr beliebtes bei uns daheim. Das Schöne daran ist, dass man es als Hauptspeise (nach einer leichten Suppe) oder als Dessert essen kann. Allerdings sollte man ein bisschen Zeit zur Vorbereitung einplanen, da der Schmarren nur ganz frisch gebacken von guter Qualität ist – Vorkochen funktioniert in diesem Fall also nicht wirklich. Am besten genießt man ihn mit Zwetschgenröster, Zwetschgenkompott oder wie wir meistens, mit Apfelmus.

 

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Kaiserschmarren
Portionen
große Portionen
Zutaten
Portionen
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Zutaten
Anleitungen
  1. Die Rosinen einige Stunden in Rum marinieren. Wenn das Gericht antialkoholisch sein soll, dann einfach in Wasser einlegen.
  2. Die Eidotter mit dem Kristallzucker, Vanillezucker und Salz schaumig aufschlagen. Mehl und die Milch nach und nach (am besten abwechselnd) dazugeben und gut einarbeiten. Zum Schluss auch das Schlagobers und die Zitronenschale einrühren.
  3. Die Butter in der Mikrowelle oder über dem Wasserbad flüssig werden lassen und in den Teig einrühren. Die Eiklar mit dem Rührgerät oder manuell zu festem Schnee schlagen und vorsichtig unter den Teig heben.
  4. Butter in einer flachen Pfanne erhitzen und die Masse einlaufen lassen (wenn nötig, in zwei Gängen). Mit Rosinen bestreuen, anbacken und dann wenden. Wieder anbacken lassen und dann mit zwei Gabeln in kleine Stücke reißen. Wenn fertig, auf dem Teller anrichten und mit Staubzucker bestreut servieren.
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Ich möchte euch auf diesem Weg gleich wunderschöne Weihnachten und erholsame Feiertage wünschen; ich sehne ein paar freie Tage wirklich herbei, um auch mal endlich mehr Zeit für Familie und Kinder zu haben.

Patricia

PS: die Bilder sind leider nicht aktuell, sondern vom letzten Jahr (diesmal hätte ich euch nur Matschbilder zeigen können); wir hoffen inständig, dass wir heuer weisse Weihnachten feiern können, allerdings schaut es da eher schlecht aus… wir werden sehen. So oder so machen wir es uns fein und gemütlich, zur Not auch drinnen.

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6 Comments

  • Reply
    Schürzenfräulein
    Januar 15, 2017 at 4:10 pm

    Hallo Patricia!
    Kaiserschmarrn liebt bei mir auch die ganze Familie, allerdings ohne Rosinen.
    Schöne Bilder (auch wenn sie aus dem Vorjahr sind). Mittlerweile haben wir ja genug Schnee, ihr auch??
    Liebe Grüße Kerstin

    • Reply
      Patricia
      Januar 15, 2017 at 8:52 pm

      Liebe Kerstin, bei uns ist es zweigeteilt 🙂 die Hälfte der Familie mag mit Rosinen, die andere Hälfte ohne (sie dürfen sich im wahrsten Sinne des Wortes dann die Rosinen rauspicken). Jaaa, Schnee ist angekommen. Die Fotos im letzten Beitrag sind letztes Wochenende entstanden, wir haben hier sicher einen halben Meter! Liebe Grüße, Patricia

  • Reply
    EmmaBee
    Januar 18, 2017 at 9:27 pm

    Wunderschöööööööööön!
    Allerliebst Grüße,
    Birgit

    • Reply
      Patricia
      Januar 19, 2017 at 6:41 am

      Danke dir, liebe Birgit!

  • Reply
    Verena
    Januar 19, 2017 at 8:48 am

    Oh ich liiiiiebe Kaiserschmarren! Mir wird davon zwar regelmäßig schlecht, aber das hat sich trotzdem jedes mal gelohnt 🙂
    Am liebsten mag ich ihn mit Apfelmus, Rosinen sind nicht so mein Ding.

    xx
    Verena

    http://www.my-philocaly.com

    • Reply
      Patricia
      Januar 19, 2017 at 12:39 pm

      Hallo Verena, oh ja, mir auch – ich kann immer nur ganz kleine Mengen davon essen 🙂 LG Patricia

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